Programm vom 26.01.12 bis 01.02.12
INTOUCHABLES (ZIEMLICH BESTE FREUNDE)
Warmherzige Komödie über die bewegende Freundschaft zwischen zwei total gegensätzlichen Männern und den Mut zum Leben
ab 6 J.
O.m.U.
INTOUCHABLES (ZIEMLICH BESTE FREUNDE)
F 2011; R. Eric Toledano, Olivier Nakache; m. François Cluzet, Omar Sy, Anne Le Ny; ca. 112 Min.; ab 6 J.; O.m.U.
Warmherzige Komödie über die bewegende Freundschaft zwischen zwei total gegensätzlichen Männern und den Mut zum Leben
Philippe (FRANÇOIS CLUZET) führt das perfekte Leben. Er ist reich, adlig, gebildet und hat eine Heerschar von Hausangestellten - aber ohne Hilfe geht nichts! Philippe ist vom Hals an abwärts gelähmt. Eines Tages taucht Driss (OMAR SY), ein junger Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, in Philippes geordnetem Leben auf. Driss will eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung und auf den ersten Blick eignet sich das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch überhaupt nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Aber passen Mozart und Earth, Wind & Fire, Poesie und derbe Sprüche, feiner Zwirn und Kapuzenshirts wirklich zusammen? Und warum benutzt Philippe eigentlich nie den großartigen Maserati, der abgedeckt auf dem Innenhof steht? Es ist der Beginn einer verrückten und wunderbaren Freundschaft, die Philippe und Driss für immer verändern wird... Hut ab - um nicht zu sagen: Chapeau! Vermutlich ist Frankreich Weltmeister darin, Komödien über gesellschaftliche Gegensätze zu erfinden, die ohne plumpe Klischees und bessserwisserisches Pathos auskommen. Diesmal geht es um einen Schlingel, frisch aus dem Gefängnis, der durch die Pflege eines querschnittsgelähmten Rollifahrers geläutert wird. Doch vielleicht ist es eher umgekehrt? Denn in der Gesellschaft des unbefangenen Driss findet der kranke, reiche Philippe zu neuem Lebensmut. Und das Publikum findet hier eine humorvolle Geschichte rund um zwei Männer, die sich erst zusammenraufen müssen, um voneinander zu lernen.
UND DANN DER REGEN
Starkes Politdrama von Icíar Bollaín um Dreharbeiten in Bolivien, die in den Strudel sozialer Rebellion geraten
ab 12 J.
Präd.: b.w.
UND DANN DER REGEN
E/MEX/F 2010; R. Icíar Bollaín; m. Luis Tosar, Gael García Bernal, Carlos Aduviri; 102 Min.; ab 12 J.; Präd.: b.w.
Starkes Politdrama von Icíar Bollaín um Dreharbeiten in Bolivien, die in den Strudel sozialer Rebellion geraten
Der junge spanische Regisseur Sebastián (GAEL GARCIA BERNAL), idealistisch und filmbesessen, will den großen, wahrhaftigen Film über Kolumbus drehen: nicht den heroischen Entdecker zeigen, sondern die brutale Eroberung eines Kontinents, die Gier nach Gold, die Ermordung und Versklavung der indianischen Bevölkerung, ihren Widerstand. Weil das Budget äußerst knapp ist, hat Sebastiáns Produzent Costa (LUIS TOSAR) das bolivianische Cochabamba als Drehort ausgewählt. Das liegt zwar in den Anden, weit entfernt von der Karibik, dem historischen Ankunftsort von Kolumbus. Aber die Produktionskosten sind äußerst günstig, sogar die Gagen der indianischen Statisten für die spektakulären Massenszenen kann man sich hier leisten. Die Dreharbeiten laufen ausgezeichnet, bis in Cochabamba soziale Unruhen ausbrechen. Die Wasserversorgung der Region wurde an einen internationalen Konzern verkauft, der nach rigorosen Preiserhöhungen nun sogar das Auffangen von Regenwasser untersagt hat. Die Proteste der lokalen Bevölkerung eskalieren zum offenen Aufstand. Die spanische Filmcrew um Sebastián und Costa kann den aktuellen Konflikten nicht ausweichen: Ausgerechnet ihr indianischer Hauptdarsteller Daniel (JUAN CARLOS ADUVIRI)ist einer der Anführer des Wasseraufstands... Ist ein Film das Wichtigste auf der Welt? - Ein Team von Europäern, die in Bolivien einen Film über Kolumbus drehen, wird von der Realität eingeholt. Als es zu Unruhen kommt, müssen sich die Filmleute entscheiden, ob sie weitermachen, flüchten oder der unterdrückten indigenen Bevölkerung helfen wollen. Dafür müssten sie nicht nur den Film, sondern ihr Leben riskieren. Bilder von atemberaubender Schönheit und Eindringlichkeit und ein „Film im Film“ mit geschickten Wechseln zu Szenen in der Gegenwart - all dies vereint in einer klugen Geschichte. Ein moderner Abenteuerfilm: bildgewaltig, anspruchsvoll und sehr, sehr spannend!
ZIEMLICH BESTE FREUNDE
Warmherzige Komödie über die bewegende Freundschaft zwischen zwei total gegensätzlichen Männern und den Mut zum Leben
ab 6 J.
ZIEMLICH BESTE FREUNDE
F 2011; R. Eric Toledano, Olivier Nakache; m. François Cluzet, Omar Sy, Anne Le Ny; 112 Min.; ab 6 J.
Warmherzige Komödie über die bewegende Freundschaft zwischen zwei total gegensätzlichen Männern und den Mut zum Leben
Philippe (FRANÇOIS CLUZET) führt das perfekte Leben. Er ist reich, adlig, gebildet und hat eine Heerschar von Hausangestellten - aber ohne Hilfe geht nichts! Philippe ist vom Hals an abwärts gelähmt. Eines Tages taucht Driss (OMAR SY), ein junger Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, in Philippes geordnetem Leben auf. Driss will eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung und auf den ersten Blick eignet sich das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch überhaupt nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Aber passen Mozart und Earth, Wind & Fire, Poesie und derbe Sprüche, feiner Zwirn und Kapuzenshirts wirklich zusammen? Und warum benutzt Philippe eigentlich nie den großartigen Maserati, der abgedeckt auf dem Innenhof steht? Es ist der Beginn einer verrückten und wunderbaren Freundschaft, die Philippe und Driss für immer verändern wird... Hut ab - um nicht zu sagen: Chapeau! Vermutlich ist Frankreich Weltmeister darin, Komödien über gesellschaftliche Gegensätze zu erfinden, die ohne plumpe Klischees und bessserwisserisches Pathos auskommen. Diesmal geht es um einen Schlingel, frisch aus dem Gefängnis, der durch die Pflege eines querschnittsgelähmten Rollifahrers geläutert wird. Doch vielleicht ist es eher umgekehrt? Denn in der Gesellschaft des unbefangenen Driss findet der kranke, reiche Philippe zu neuem Lebensmut. Und das Publikum findet hier eine humorvolle Geschichte rund um zwei Männer, die sich erst zusammenraufen müssen, um voneinander zu lernen.
THE HELP
Bewegendes Drama das vom Schicksal afroamerikanischer Hausangestellter während der frühen 60er im noch reichlich rassistischen Mississippi erzählt
ab 0 J.
Präd.: b.w.
THE HELP
USA 2011; R. Tate Taylor; m. Emma Stone, Viola Davis, Bryce Dallas Howard; 146 Min.; ab 0 J.; Präd.: b.w.
Bewegendes Drama das vom Schicksal afroamerikanischer Hausangestellter während der frühen 60er im noch reichlich rassistischen Mississippi erzählt
Die junge Eugenia Phelan, genannt Skeeter (EMMA STONE) kommt nach ihrem Uni-Abschluß wieder auf die elterliche Baumwollfarm in Jackson/Mississippi zurück. Sie hat die Absicht, Journalistin und Schriftstellerin zu werden und bewirbt sich gleich bei der örtlichen Zeitung. Trotz ihrer dürftigen Referenzen bekommt sie die Chance, wöchentliche Haushaltstipps zu schreiben. Skeeters ehemalige Schulfreundinnen haben keinen Beruf ergriffen, das gilt in der weißen Oberschicht als unschicklich. Stattdessen widmen sich die gelangweilten Süstaaten-Ladys dem Bridge-Spiel oder diversen Wohltätigkeitsveranstaltungen. Kinder gehören dazu, erzogen aber werden sie von schwarzen Dienstmädchen, die als eigentliche Mütter fungieren, denn emotionale Wärme bekommen die Kleinen von den leiblichen Müttern nicht. Dafür werden die Dienst- und Kindermädchen wie Menschen zweiter Klasse behandelt, ohne soziale Sicherheit und immer den Launen ihrer Herren ausgeliefert. Um ihre Haushaltskolumne fachgerecht zu schreiben, sucht sie Kontakt zu zwei Dienstmädchen, Abileen (VIOLA DAVIS) und Minny (OCTAVIA SPENCER). Die diskriminierenden Erfahrungen der Beiden führen zu einem Plan. Skeeter möchte die Geschichten in einem Buch verarbeiten und anonym veröffentlichen. Daß sie dabei Kollisionen mit den herrschenden Gesetzen riskiert, nimmt sie mutig in Kauf. Nicht nur sie, auch die interviewten Frauen setzen viel aufs Spiel... Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von KATHRYN STOCKETT ist ein Stück lebendige US-Geschichte. Regisseur TATE TAYLOR, der wie Autorin auf eigene Erfahrungen in Mississippi zurückgreifen kann, zeichnet mit viel Herz, spritzigen Dialogen und einer Prise Witz nicht nur die Perspektive der Dienstboten, sondern offenbart auch die Ambivalenz der „Weißen“ durch die verschiedensten Charaktere und Typen. Mit der gewinnenden Mischung aus übergreifender Sozialkritik und feinfühligem persönlichem Drama gelingt TAYLOR ein authentisches, historisches Stimmungsbild der damaligen Gesellschaft. Intelligentes Kino mit Gefühl und Verstand.
DER INDIANER
Einfühlsame Geschichte über ein achtjähriges Adoptivkind auf der Suche nach seinen südamerikanischen Wurzeln
ab 6 J.
DER INDIANER
NL 2009; R. Ineke Houtman; m. Matthias Den Besten, Bastiaan Ragas, Angelique de Bruijne; 80 Min.; ab 6 J.
Einfühlsame Geschichte über ein achtjähriges Adoptivkind auf der Suche nach seinen südamerikanischen Wurzeln
Der 8-jährige Koos (MATTHIAS DEN BESTEN) stammt aus Peru. Er wurde adoptiert. Auch wenn er klein und dunkelhäutig ist und ihm die typischen „holländischen Schwimmerbeine“ fehlen, wie sein Großvater immer sagt, will Koos seinem Vater ähnlich sehen. Kurzerhand färbt ihm Freundin Isa (CLAIRE LAPADU) blonde Strähnchen. Nun fühlt er sich holländischer. Kurz darauf erfährt Koos, dass seine Mutter ein Baby erwartet. Der Junge glaubt, dass man ihn austauschen möchte. Zur gleichen Zeit sieht Koos vor dem Einkaufszentrum eine Gruppe peruanischer Musiker. Sie spielen allerlei interessante Instrumente, sind sonderbar gekleidet und scheinen Koos irgendwie ähnlich zu sehen. Den Jungen beschleicht ein vages Gefühl, dass er viel-leicht einer von ihnen sein könnte...
TAMBIÉN LA LLUVIA (UND DANN DER REGEN)
Starkes Politdrama von Icíar Bollaín um Dreharbeiten in Bolivien, die in den Strudel sozialer Rebellion geraten
ab 12 J.
Präd.: b.w.
O.m.U.
TAMBIÉN LA LLUVIA (UND DANN DER REGEN)
E/MEX/F 2010; R. Icíar Bollaín; m. Luis Tosar, Gael García Bernal, Carlos Aduviri; 102 Min.; ab 12 J.; Präd.: b.w.; O.m.U.
Starkes Politdrama von Icíar Bollaín um Dreharbeiten in Bolivien, die in den Strudel sozialer Rebellion geraten
Der junge spanische Regisseur Sebastián (GAEL GARCIA BERNAL), idealistisch und filmbesessen, will den großen, wahrhaftigen Film über Kolumbus drehen: nicht den heroischen Entdecker zeigen, sondern die brutale Eroberung eines Kontinents, die Gier nach Gold, die Ermordung und Versklavung der indianischen Bevölkerung, ihren Widerstand. Weil das Budget äußerst knapp ist, hat Sebastiáns Produzent Costa (LUIS TOSAR) das bolivianische Cochabamba als Drehort ausgewählt. Das liegt zwar in den Anden, weit entfernt von der Karibik, dem historischen Ankunftsort von Kolumbus. Aber die Produktionskosten sind äußerst günstig, sogar die Gagen der indianischen Statisten für die spektakulären Massenszenen kann man sich hier leisten. Die Dreharbeiten laufen ausgezeichnet, bis in Cochabamba soziale Unruhen ausbrechen. Die Wasserversorgung der Region wurde an einen internationalen Konzern verkauft, der nach rigorosen Preiserhöhungen nun sogar das Auffangen von Regenwasser untersagt hat. Die Proteste der lokalen Bevölkerung eskalieren zum offenen Aufstand. Die spanische Filmcrew um Sebastián und Costa kann den aktuellen Konflikten nicht ausweichen: Ausgerechnet ihr indianischer Hauptdarsteller Daniel (JUAN CARLOS ADUVIRI)ist einer der Anführer des Wasseraufstands... Ist ein Film das Wichtigste auf der Welt? - Ein Team von Europäern, die in Bolivien einen Film über Kolumbus drehen, wird von der Realität eingeholt. Als es zu Unruhen kommt, müssen sich die Filmleute entscheiden, ob sie weitermachen, flüchten oder der unterdrückten indigenen Bevölkerung helfen wollen. Dafür müssten sie nicht nur den Film, sondern ihr Leben riskieren. Bilder von atemberaubender Schönheit und Eindringlichkeit und ein „Film im Film“ mit geschickten Wechseln zu Szenen in der Gegenwart - all dies vereint in einer klugen Geschichte. Ein moderner Abenteuerfilm: bildgewaltig, anspruchsvoll und sehr, sehr spannend!


