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Die vergessene Göttin: Frau Holles geheimnisvolle Welt

Ein traditionelles Kino

Die vergessene Göttin: Frau Holles geheimnisvolle Welt

Wer kennt sie nicht, die alte Frau Holle, die ihre Betten ausschüttelt und es auf der Erde schneien lässt? Doch hinter der vertrauten Märchenfigur aus der Sammlung der Brüder Grimm verbirgt sich eine viel ältere und geheimnisvolle Sagenwelt. Am Sonntag, 1. November, um 11 Uhr nimmt das Programmkino Brennessel seine Besucher mit auf eine außergewöhnliche Reise in diese Welt. Zu Gast ist die Regisseurin Larissa Anton, die ihren neuen Film „Die vergessene Göttin – Sagen von Frau Holle aus Spessart, Meißner und Odenwald“ persönlich vorstellt.

Viel mehr als ein Märchen

Goldmarie, Pechmarie und die tüchtig geschüttelten Federbetten – so kennen die meisten Menschen Frau Holle. Doch die sagenumwobene Gestalt hat noch viele andere Gesichter. In alten Überlieferungen erscheint sie als Hüterin der Natur, als mächtige Frauengestalt und als geheimnisvolles Wesen, das über den Wechsel der Jahreszeiten wacht.

Besonders im Odenwald, im Spessart und rund um den Hohen Meißner in Nordhessen sind bis heute zahlreiche Geschichten über Frau Holle lebendig. Von verwunschenen Quellen, geheimnisvollen Felsen und verborgenen Welten erzählen diese Sagen. Am Hohen Meißner soll sich sogar der Eingang zu ihrem unterirdischen Reich befinden.

Larissa Anton ist diesen alten Erzählungen nachgegangen und hat daraus einen Film gemacht, der eindrucksvolle Naturaufnahmen, kulturgeschichtliche Spurensuche und liebevoll inszenierte Spielszenen miteinander verbindet.

Filmplakat Die vergessene Göttin – Frau Holle, ein Film von Larissa Anton

Auf den Spuren einer vergessenen Welt

Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Larissa Anton mit den Mythen, Sagen und historischen Geschichten unserer Region. Mit ihren Filmen hat sich die aus dem Odenwald stammende Regisseurin längst einen Namen gemacht. Ihre besondere Leidenschaft gilt den Geschichten, die über Generationen hinweg weitererzählt wurden und heute beinahe in Vergessenheit geraten sind.

Für ihren neuesten Film hat sie den vertrauten Odenwald verlassen und ihre Spurensuche bis in den Spessart und nach Nordhessen ausgedehnt. Dabei machte sie eine bemerkenswerte Entdeckung: Während viele sagenumwobene Orte im Spessart durch Bebauung und Landschaftsveränderungen verschwunden sind, haben sich rund um den Hohen Meißner zahlreiche Schauplätze der alten Frau-Holle-Sagen erhalten.

Mit viel Engagement und unterstützt von einem eingespielten Team aus Laiendarstellern lässt Anton die überlieferten Geschichten auf der Leinwand lebendig werden. Entstanden ist eine filmische Reise zwischen Mythos und Wirklichkeit, die unsere Landschaft aus einer ganz neuen Perspektive zeigt.

Die Regisseurin persönlich in der Brennessel

Larissa Anton ist in der Brennessel keine Unbekannte. Bereits im vergangenen Jahr begeisterte sie mit ihrem Film „Räuber, Mörder, Galgenvögel“, der sich mit einem historischen Postkutschenüberfall in unserer Region beschäftigte.

Nun kehrt sie mit einem ganz anderen Thema zurück. Wir freuen uns sehr, dass sie ihren neuen Film persönlich bei uns vorstellen wird. Für das Publikum ist das eine schöne Gelegenheit, die Filmemacherin kennenzulernen und mehr über ihre Leidenschaft für die alten Sagen und die Entstehung ihrer Filme zu erfahren.

Den Sonntagvormittag beginnen wir mit einem Sektempfang ab 10.30 Uhr. Die Filmvorführung startet um 11 Uhr. Eintrittskarten sind online in unserem Ticketshop erhältlich.

 

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